wir freuen uns, dass wir uns zum Spielen im JuKuZ treffen können.
Wir bitten darum, sich vorher im Forum anzumelden.
Wir würden uns freuen, wenn ihr teilnehmt.
An diesem Samstag findet voraussichtlich ein Spieletreff statt. Wer möchte kommen und gibt es Spielewünsche?
Wir haben uns zudem bei AMIGO für die AMIGO-Spielezeit angemeldet. Diesen Samstag ist das Leben ungerecht. Der Große Dalmuti genießt alle Privilegien: Er sitzt auf dem bequemsten Stuhl, er bekommt die besten Karten, er darf als Erster ausspielen; alle Zeichen stehen für ihn auf Sieg. Und der Große Diener? Genau das Gegenteil natürlich! Er muss mit dem miesesten Blatt Vorlieb nehmen, die Karten mischen, austeilen, die Getränke nachfüllen. Ein wahrlich hartes Brot, so ein Dasein als Untertan - und ein beschwerlicher Weg nach ganz oben. Aber nichts ist unmöglich bei "Der Große Dalmuti"?
Es wird über mehrere Runden gespielt. In jeder Spielrunde geht es darum, möglichst schnell die eigenen Karten loszuwerden. Je schneller du deine Karten ablegen kannst, desto höher ist der gesellschaftliche Rang, den du in der nächsten Runde bekleiden darfst.
Wer als Erstes keine Karten mehr hat, erhält den Titel Großer Dalmuti. Wer als Letztes noch Karten besitzt, ist der Große Diener und muss die Karten mischen, austeilen, einsammeln und wer weiß was sonst noch alles machen (der oder die Ärmste).
Die Spielkarten
Zahl und Titel auf jeder Karte werden Rang genannt. Je niedriger die Zahl, desto höher der Rang. Die Baronin (4) beispielsweise ist höher und spielstärker als die Äbtissin (5).
Der Rang einer Karte entspricht außerdem gleichzeitig der Anzahl der Karten dieses Ranges im Spiel. Ausnahme sind die Narren. Sie haben keine Zahl. Sie sind zweimal vorhanden. Für sich allein gespielt, sind die Narren die Karten mit dem schlechtesten Rang (13). Werden sie jedoch zusammen mit einer oder mehreren anderen Karten gespielt, nehmen sie den Rang der anderen Karten an (Joker).
Folgende Ränge gibt es:
1 Dalmuti
2 Erzbischof
3 Hofmarschall
4 Baronin
5 Äbtissin
6 Ritter
7 Näherin
8 Steinmetz
9 Köchin
10 Schafhirtin
11 Bergmann
12 Tagelöhner
Spielvorbereitung
Alle Karten werden gemischt und fächerförmig auf dem Tisch ausgebreitet. Alle müssen eine Karte ziehen und sofort offenlegen. Die höchste Karte ist der Dalmuti, die niedrigste Karte ist der Narr. Wer eine Karte zieht, die schon vor ihm jemand gezogen hat, muss so lange eine neue Karte ziehen, bis diese Person einen eigenen Rang gezogen hat. Wer die ranghöchste Karte gezogen hat (also die mit der niedrigsten Zahl), ist der Große Dalmuti. Diese Person nimmt einen Platz ihrer Wahl am Tisch ein.
Links neben dem Großen Dalmuti setzt sich die Person mit der zweithöchsten Karte. Sie ist der Kleine Dalmuti. Rechts neben dem Großen Dalmuti sitzt die Person mit der niedrigsten Karte. Sie ist der Große Diener. Rechts neben dem Großen Diener setzt sich die Person mit der zweitniedrigsten Karte. Sie wird Kleiner Diener genannt. Zwischen Kleinem Diener und Kleinem Dalmuti sitzt das übrige Volk, gemäß den gezogenen Karten.
Karten austeilen
Jetzt kommt die erste Amtshandlung des Großen Dieners. Er sammelt alle Karten wieder ein und mischt sie. Dann verteilt er alle einzeln im Uhrzeigersinn an die Mitspielenden. Die erste Karte erhält der Große Dalmuti. Sind alle Spielkarten verteilt, können einige Mitspielende mehr Karten haben als andere. Jede Person nimmt ihre Karten auf und sortiert sie nach Rängen.
Nachdem der Große Dalmuti sein Blatt sortiert hat, gibt er zwei beliebige Karten, die ihm nicht ins Konzept passen, verdeckt an den Großen Diener weiter. Im Austausch erhält er vom Großen Diener, ebenfalls verdeckt, dessen zwei ranghöchste Karten.
Gleichzeitig gibt der Kleine Dalmuti eine beliebige Karte an den Kleinen Diener und erhält von ihm im Austausch dessen ranghöchste Karte. Die ranghöchsten Karten sind die mit den niedrigsten Zahlen. Narren werden nicht getauscht.
Revolution und Aufstand
Hält eine Person nach dem Austeilen beide Narren auf der Hand, kann sie eine Revolution ausrufen. Das bedeutet, zur Freude des Großen und Kleinen Dieners und zur Enttäuschung des Großen und Kleinen Dalmuti werden keine Karten getauscht.
Sind die beiden Narren sogar auf der Hand des Großen Dieners, dann kommt es zum großen Aufstand. Alle tauschen ihre Ränge und Plätze mit ihrem Gegenüber. Das heißt, der Große Diener wird der neue Große Dalmuti, der Kleine Diener wird Kleiner Dalmuti und so weiter. Bei einer ungeraden Zahl behält der mittlere Spieler oder die mittlere Spielerin seinen bzw. ihren Rang.
Danach beginnt die Spielrunde, ohne dass die Karten neu ausgeteilt werden.
Beginn einer Spielrunde
In jeder Spielrunde beginnt der Große Dalmuti mit dem ersten Stich. Er spielt eine beliebige Karte aus oder mehrere Karten mit dem gleichen Rang. Im Uhrzeigersinn müssen nun die Mitspielenden eine höhere Karte bzw. einen höheren Satz mit der gleichen Kartenanzahl ausspielen oder passen. Ein Satz sind zwei oder mehr ranggleiche Karten (also mit der gleichen Zahl). Während eines Stiches kann eine Person mehrmals Karten ausspielen oder passen. Der Stich endet, wenn alle gepasst haben. Der Große Diener sammelt die Karten ein und legt sie verdeckt beiseite. Die Person, die die höchste Karte bzw. den höchsten Satz ausgespielt hat, beginnt den nächsten Stich.
Merke: Die Narren sind Joker. Sie können jeden Rang annehmen und daher einen Satz erweitern. Ein für sich allein gespielter Narr zählt den Rang 13.
Ende einer Spielrunde
Hat eine Person ihre letzte Karte ausgespielt, hat sie die Spielrunde gewonnen. Sie ist in der nächsten Spielrunde der neue Große Dalmuti. Die Person, die als Zweites ihre Karten losgeworden ist, ist der Kleine Dalmuti und so weiter. Die Spielrunde läuft so lange, bis nur noch eine Person Karten auf der Hand hat. Diese ist in der nächsten Spielrunde der Große Diener, die vorletzte Person wird der Kleine Diener. Die Spielrunde ist zu Ende.
Jetzt beginnt wieder das große Stühlerücken und Plätzetauschen. Alle müssen sich wieder gemäß ihres neuen gesellschaftlichen Ranges im Uhrzeigesinn um den neuen Großen Dalmuti scharen. Der bleibt natürlich, wie es sich für seinen hohen Rang gebührt, auf seinem bisherigen Platz sitzen. Haben alle ihren neuen Platz gefunden, mischt der neue Große Diener wieder alle Karten und teilt sie aus.
Achtung: Wenn niemand die Karte/den Kartensatz einer Person erhöht, die soeben ihre letzte Karte ausgespielt hat, dann beginnt die im Uhrzeigersinn folgende Person, die noch Karten besitzt, mit dem neuen Stich.
Die große Abrechnung
Nach jeder Spielrunde erhält der neue Große Dalmuti einen Punkt für jeden seiner Untertanen und Untertaninnen. Bei einem Spiel mit 5 Personen also 4 Punkte. Der neue Kleine Dalmuti erhält für seine Untertanen und Untertaninnen 3 Punkte und so weiter. Nur der Große Diener geht immer leer aus. Die Punkte werden fortlaufend auf einem Zettel notiert.
Ende des Spiels
Das Spiel endet nach einer vorher festgelegten Zahl an Spielrunden. Zehn Runden ist eine gute Zahl, man kann aber auch 20 oder 30 Runden spielen, oder gleich die ganze Nacht lang. Gewonnen hat am Schluss die Person mit den meisten Punkten. [Für die AMIGO-Spielezeit ist es sinnvoll, nach jeder Runde Stempel zu verteilen. Ggf. können wir am Ende des Abends nochmal Stempel für den Gesamtsieg verteilen.]
Tipps und Varianten
Wie das wirkliche Leben ist auch dieses Spiel selten fair. Es ist schwer, sich in seinem gesellschaftlichen Rang zu halten, noch schwerer ist es aufzusteigen. Um möglichst viel Spaß zu haben, sollte sich jede Person gemäß ihres augenblicklichen Ranges benehmen.
Dalmutis können sich arrogant oder vielleicht großmütig geben. Die Diener können unterwürfig oder sogar aufsässig gespielt werden, während das übrige Volk versuchen kann, sich bei der Obrigkeit anzubiedern oder die untere Klasse herunterzuputzen.
Wir könnten zum Beispiel um den Spieltisch verschiedene Stühle stellen. Den bequemsten für den Großen Dalmuti und einen harten Hocker für den Großen Diener. Dann wäre es Aufgabe des Großen Dieners, jeder Person für die nächste Runde den ihrem Rang angemessenen Stuhl zu bringen.
Oder wir verteilen an die oberen Ränge z. B. Wein und Süßigkeiten, und das niedere Volk erhält nur Wasser und hartes Brot. Wir können uns gerne etwas einfallen lassen.
In der Regel sollten die schlechtesten Karten immer zuerst ausgespielt werden. Eine gute Strategie kann es manchmal sein, zu passen, obwohl du spielen könntest. Besonders dann, wenn du dich auf einem niedrigen Rang befindest und unbedingt um einen oder zwei Ränge aufsteigen willst. Die guten Karten sollten meist dazu benutzt werden, den nächsten Stich zu beginnen und nicht um in jedem Fall einen Stich zu gewinnen.
Bei einer Partie mit vier bis fünf Personen können einige Spielkarten aussortiert werden. Bei vier Mitspielenden können alle Tagelöhner und alle Bergmänner aus dem Spiel genommen werden, sodass das Spiel nur noch 57 Karten umfasst. Bei fünf Mitspielenden können wir nur die Bauern draußen lassen, dann spielen wir nur mit 68 Karten.
Wollen wir bei der Punktewertung den Demokratie-Gedanken hervorheben, dann sollten Sonderpunkte für den Großen Dalmuti und den Kleinen Dalmuti eingeführt werden. Der Große Dalmuti erhält einen Punkt für jeden Rang, den der Große Diener nach oben klettert. Der Kleine Dalmuti erhält einen Punkt für jeden Rang, den der Kleine Diener nach oben klettert.
Wir haben ein Exemplar "Der Große Dalmuti" und genügend Spielepässe zugesandt bekommen. Der Verein hat aber auch noch ein Exemplar, so dass bis zu 16 Personen mitspielen können.
Beginn: 19.00 Uhr im JuKuZ (wenn sich bis Donnerstag mindestens drei Leute ankündigen)
Teilnehmende:
1. Tala Keya
2. MadMaagus
3. Hubert
4. Leonid (evtl. etwas verspätet)
5. LazyLlama
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Spielewünsche: (nach der AMIGO Spielezeit)
Cacao, 6 nimmt!, Wizard, Mischwald (nach den Deutschen Meisterschaften oder der Weltmeisterschaft ist vor den Qualifikationen ist vor den Deutschen Meisterschaften), Mysterium, El Dorado, Scheibenwelt, Village, Guildhall, Istanbul, Istanbul - Das Würfelspiel
Was wurde das letzte Mal im JuKuZ gespielt:
Ein Fest für Odin